Reflux- Magensonde, Gewichtszunahme

Herzlich willkommen Foren Von Eltern zu Neonatologe Reflux- Magensonde, Gewichtszunahme

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    • #2368
      Kloibhofer
      Gast

      Sehr geehrter Herr Dr. Wagner,
      wir machen uns etwas Sorgen wegen unserer Tochter Anna. Sie ist in der SSW 25+0 wegen Präeklampsie mit 560gramm in die Welt geholt worden, war 3,5 Monate im Spital gut 3 Monate mit Magensonde.
      Jetzt ist Anna 3,5 Jahre alt. Sie leidet unter häufigen Reflux. Sie schluckt immer wieder runter, sagt das immer was vom Magen raufkommt. Auch während der Nacht schluckt sie öfters sehr laut, vor allem wenn sie etwas schwer Verdauliches gegessen hat. Beim Trinken verschluckt sie sehr oft und schluckt laut.
      Sie nimmt seit 1,5 Jahren auch fast nicht an Gewicht zu. Ist jedoch kräftig, und eigentlich nie Krank.
      Gewicht:
      12Monat – 6,5 kg, länge – 66
      24 Monat – 9,5 kg, länge – 82
      36 Monat – 9,9 kg, länge – 89
      Kann es sein das durch die Magensonden der Verschlussmechanismus Magen-Speiseröhre geschädigt ist. Gibt es dazu Erfahrungen bei Frühchen?
      Kann es sein das ihre geringe Gewichtszunahme auch damit zusammenhängt? Sie isst nicht so wenig, eher selten dann aber viel.
      Gibt es Spezialisten wo wir uns hinwenden können, sollen?
      Dank im Voraus für Ihre Rückmeldung.
      Familie Kloibhofer

    • #2369
      Kloibhofer
      Gast

      Noch eine Ergänzung:
      Beim Autofahren kommt es öfters vor das sie Erbricht, oder fast Erbricht und wieder Runterschluckt.
      Danke

    • #2532
      Kloibhofer
      Gast

      Sehr geehrter Herr Dr. Wagner,
      danke, dass sie sich Zeit genommen haben uns zu Antworten. Wir waren in der Zwischenzeit beim Kinderarzt (Dr. Prenneis) und er hat uns beruhigt das soweit alles in Ordnung scheint. Das wir uns zuviel sorgen machen. Jedoch sollen eir die Gewichtszunahme im Auge behalten.
      Wir waren mit der Intensivmedizinischen Betreuung sehr zufrieden und haben nicht daran gedacht das Zentrum zu wechseln. Wir wussten nur nicht wo wir uns wegen Anna hinwenden sollen. Mit der Ambulanten Nachbetreuung hatten wir neg. Erfahrungen. Besonders die letzte, wo wir dann entschieden, dass Anna nicht mehr anzutun. Sie soll ein Spital nicht in so neg. Erinnerung haben, damit sie wenn sie in eines muss auch bereit ist dort hinzugehen.
      Ich staune mit Dankbarkeit jeden Abend wenn ich mit Anna im Bett liege über das große Wunder des Lebens, wie aus dem 560gramm schweren Frühchen ein lebensfrohes Mädchen mit 10kg geworden ist. Das jeden Tag die Welt entdecken und auskosten will. Das war alles nur möglich mit der Unterstützung eurer Professionellen Intensivmedizin. Ich hoffe, dass in eurem Bereich nicht gespart wird, weil eure Arbeit ist so wichtig für das weitere Leben dieser kleinen Wunder.

      Liebe Grüße auch an alle Kollegen
      Fam. Kloibhofer

      PS.: Da deine Antwort „verschwunden“ ist copiere ich sie anschließend rein.
      Liebe Familie Kloibhofer
      Es freut mich, mal wieder was von Anna zu hören, die ja lange an der Klinik betreut wurde.
      Um mir ein besseres Bild über den Gewichtsverlauf zu machen, habe ich mir erlaubt, die Ambulanzkontrollen zu durchforsten. Leider enden die Aufzeichnungen vor über einem halben Jahr bei korrigierten 18 Monaten (im Alter von 22 Monaten). Bis dahin finde ich eine kontinuierliche Gewichtszunahme im unteren Normbereich und eine leichte Entwicklungsverzögerung.
      Die Ernährung von Frühgeborenen über liegende Magensonden ist weltweit üblich. Mir ist keine andere Möglichkeit bekannt, wie man Kinder aus diesen Schwangerschaftswochen sonst ernähren sollte. Eine sich daraus ergebende Schädigung des Verschlußmechanismus des Magens ist nicht üblich.
      Einen unvollständigen Verschluß des Magens zur Speiseröhre hin findet man bei Säuglingen häufig. Nur selten ist das Problem so ausgeprägt, dass es behandlungsbedürftig ist. Da Sie jedoch in den letzten Monaten von mangelnder Gewichtszunahme und anhaltendem Hochwürgen und neuerlichem Schlucken von Nahrung berichten, würde ich doch zu einer Begutachtung raten.
      Da Sie bisher schon an einem Zentrum in Betreuung waren, wo eine Reihe von Spezialisten im Haus sind, die sich auch mit dieser Problematik beschäftigen (Logopädie, Radologie, Kinderchirurgie, Gastroenterologie,..), sehe ich keinen Grund das Team zu wechseln. Falls Sie bereits einen neuerlichen Ambulanztermin haben, sprechen Sie das Problem einfach an, oder kontaktieren Sie mich rechtzeitig bevor Sie kommen und ich stelle die passenden Kontakte her. Sollten Sie jedoch nach einem Alternativteam Ausschau halten, rate ich zu einem Perinatalzentrum mit ausreichender Erfahrung in der Nachbetreuung von extrem Frühgeborenen.
      Viel Gesundheit im neuen Jahr für die gesamte Familie wünscht
      Oliver Wagner

    • #2539
      Dr. Wagner
      Gast

      Liebe Fam. Kloibhofer
      Ich bin sehr froh, dass sich die Situation soweit entspannt hat, dass Sie mit der Beratung und Betreuung durch den Kinderarzt zurecht kommen. Ganz liebe Grüße übrigens an den Kollegen, mit dem ich einige Jahre gemeinsam arbeiten durfte und den ich auch menschlich sehr schätze.
      Falls Sie wieder mal Hilfe brauchen und ich etwas für Sie tun kann, scheuen Sie sich nicht, es mich wissen zu lassen.
      Herzliche Grüße
      Oliver Wagner

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